Affenpocken

Impfpräventabel: Nein

Die meisten Fälle von Affenpocken sind bisher auf Reisen in West- und Zentralafrika zurückzuführen. Dort ist das Virus bekannt. Man geht davon aus, dass das Affenpockenvirus (Monkeypox virus, Genus Orthopoxvirus) in Nagetieren zirkuliert und Affen nur „Fehlwirte“ sind.
Jüngst werden aus mehrere Europäischen Ländern, aber auch den USA und Kanada, Fälle von Affenpocken gemeldet. Männern, die Sex mit Männern (MSM) haben bilden bisher die Mehrheit der Infizierten. Laut Robert Koch-Institut sind „…die Übertragungen von Mensch zu Mensch durch Kontakte mit Körperflüssigkeiten oder Krusten beschrieben…“. Die Patienten haben Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen sowie Hauteffloreszenzen. Narbenbildung und Erblindung können aus einer Infektion resultieren.
Allgemeine Informationen des RKI zu Affenpocken, u.a. zu Übertragung, Diagnostik und Situation in Deutschland

Durch eine Impfpflicht sind die Pocken des Menschen seit 1980 weltweit ausgerottet. Laut RKI hat daher ein großer Teil der Weltbevölkerung inzwischen keinen Impfschutz mehr.

Hygienemaßnahmen beim Umgang mit Erkrankten!
Vermeiden von engen Kontakten zu und Verzehr von potenziell infizierten Tieren (verschiedene Nagetiere, Affen) in Endemiegebieten.

In Deutschland ist gegen Menschenpocken ein abgeschwächter (= attenuierter) Lebendimpfstoff zugelassen, der nicht vermehrungsfähige Viren enthält. Dieser Impfstoff soll vermutlich auch gegen Affenpocken schützen.