Herpes Zoster (Gürtelrose)

Impfpräventabel: Ja

Nach einer Windpockeninfektion (Varizellen) bleibt das Virus (Varicella-Zoster-Virus = VZV), das zur Familie der Herpesviren gehört, lebenslang in den Nervenzellen. Bei geschwächtem Immunsystem kann es wieder aktiv werden und Gürtelrose (Zoster) auslösen.
In der Regel bekommt man Herpes Zoster nur einmal. Mehrfache Erkrankungen treten meist nur bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem auf. In Deutschland erkranken ca. jährlich 300.000 Personen daran. Typisch sind allgemeine Beschwerden wie Müdigkeit und leichtes Fieber, danach brennende Schmerzen und Hautausschlag mit Bläschen in einem begrenzten Hautbereich. Die Bläschen trocknen nach 5 bis 7 Tagen ein und heilen meist nach 2 bis 4 Wochen ab. Komplikationen können langanhaltende Nervenschmerzen (Post-Zoster-Neuralgie), bakterielle Infektionen oder selten Augenerkrankungen und neurologische Probleme sein.

Gürtelrose selbst ist nicht direkt ansteckend. Allerdings können Erkrankte das Virus durch direkten Kontakt mit dem Bläscheninhalt oder Krusten an andere weitergeben. Personen, die nicht gegen das VZV immun sind – das heißt, weder geimpft wurden noch eine Windpockenerkrankung durchgemacht haben –, erkranken an Windpocken und nicht an Herpes Zoster.

Adjuvantierter Herpes-zoster-subunit-Totimpfstoff

 

Name: Shingrix

  • Hersteller: GSK (GlaxoSmithKline)
  • Impfstoff gegen: Herpes Zoster (Gürtelrose)
  • Typ: Totimpfstoff
  • Ab: ab 18 Jahren
  • Bis: *
  • Dosierung:

    2 Dosen (0,5 ml) i. m. mit Abstand von 2 bis 6 Monaten werden verabreicht.
    Standardimpfung für alle Personen ab 60 Jahren;
    Indikationsimpfung für Personen ab 50 Jahren.
    Zur Notwendigkeit von Auffrischimpfungen liegen keine Daten vor.

    Der Impfstoff kann gleichzeitig, kontralateral mit einigen Impfstoffen gegen Influenza, Pneumokokken, mRNA-COVID-19 oder mit der Tdap-Kombinationsimpfung gegeben werden.
    Der Impfstoff ist adjuvantiert (AS01 = 50 µg QS-21 und 50 µg MPL) + 50 µg Varicella-Zoster-Virus-Glykoprotein-E-Antigen.

    Personen, die bereits früher an Herpes Zoster erkrankt sind, können geimpft werden.  Die Impfung ist nicht bei Personen empfohlen, bei denen eine Zostererkrankung bereits ausgebrochen ist. Da der Impfstoff häufig stärkere und häufigere lokale sowie allgemeine Reaktionen auslöst, sollten Patienten unbedingt darüber informiert werden.