Lassa-Fieber

Impfpräventabel: Nein

Das Lassafieber wird durch das Lassavirus der Familie Arenaviridae verursacht und gehört zu den hämorrhagischen Fiebererkrankungen. Verbreitet wird das Virus durch das in afrikanischen Häusern weit verbreitete Nagetier Vielzitzenmaus (Mastomys natalensis) per Kontaktinfektion bzw. Schmierinfektion. Anschließend kann es zu einer Übertragung von Mensch zu Mensch kommen.
Zu den Lassa-Endemiegebieten zählen Sierra Leone, Guinea, Liberia und Nigeria. In anderen westafrikanischen Ländern (z. B. Elfenbeinküste, Ghana, Togo, Benin, Mali, Burkina Faso) tritt die Krankheit nur vereinzelt auf.
Die meisten Lassavirus-Infektionen verlaufen mild oder ohne Symptome. Nur bei einer Minderheit entwickelt sich das lebensbedrohliche Krankheitsbild eines Schocks mit Organversagen. Die Inkubationszeit beträgt 6 bis 21 Tage. Zu den ersten Symptomen zählen Kopf- und Muskelschmerzen, Bindehautentzündung, Husten, Übelkeit und Erbrechen. Eine Genesung setzt ab der zweiten Krankheitswoche ein. Die Patienten sind jedoch noch für eine lange Zeit geschwächt.
Man schätzt, dass sich jährlich 100.000 bis 300.000 Menschen mit dem Lassavirus infizieren, von denen 1 bis 2 % an Lassafieber versterben.

Kontakt vermeiden