MERS-CoV (Middle East respiratory syndrome coronavirus)

Impfpräventabel: Nein

MERS - neues Coronavirus auf der arabischen Halbinsel
Seit 2012 treten auf der Arabischen Halbinsel immer wieder schwere Atemwegserkrankungen auf, die durch ein neues Coronavirus („Middle East Respiratory Syndrome“–Coronavirus, MERS-CoV) ausgelöst werden. Die grippeähnliche Erkrankung kann im Laufe der ersten Woche in eine Pneumonie und diese in ein akutes Atemnotsyndrom übergehen. Oft tritt Durchfall als Begleitsymptom auf und es kann auch zu Nierenversagen kommen. Menschen mit chronischen Vorerkrankungen (z. B. Patienten mit Diabetes mellitus, Krebserkrankung oder mit Vorerkrankungen der Lunge) haben ein deutlich erhöhtes Risiko für schwere und tödliche Krankheitsverläufe. Das MERS-Coronavirus ist ein zoonotischer Erreger, das Reservoir sind wahrscheinlich Dromedare. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist möglich.
Alle bisherigen Fälle waren direkt oder über einen anderen Patienten mit der arabischen Halbinsel oder benachbarten Ländern assoziiert. Am meisten betroffen sind Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate, aber auch Katar, Kuweit, Bahrain, der Oman, Jordanien, Libanon und Jemen; in Asien: die Türkei, die Philippinen, Malaysia, Südkorea, China und Thailand. Insgesamt sind 27 Länder betroffen.
In Europa wurden bislang nur einzelne importierte Fälle (bzw. Sekundärfälle von importierten Fällen) gemeldet, darunter in Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Österreich und der Türkei. In Afrika, Nordamerika und anderen asiatischen Ländern traten ebenfalls importierte Fälle auf. Die WHO empfiehlt für Reisende auf die arabische Halbinsel den Kontakt zu Dromedaren und den Besuch von Farmen und Märkten, auf denen sich die Tiere aufhalten zu vermeiden. Außerdem sollten sie keine rohen oder unvollständig erhitzten Kamelprodukte zu sich nehmen.
Reiserückkehrer von der arabischen Halbinsel sollten noch bis zu 14 Tagen nach der Reise bei Symptomen wie Fieber, Husten oder auch Durchfall an MERS denken und unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Hygiene; Kontakt vermeiden

Verhaltensmaßnahmen zum Schutz vor Ansteckung: Das Wichtigste ist eine gute Hygiene, z. B. häufiges Händewaschen mit Wasser und Seife, Benutzen von Einmaltaschentüchern und den Kontakt von Händen mit Augen, Nase und Mund vermeiden (Eintrittspforten für Krankheitskeime).