Q-Fieber

Impfpräventabel: Nein

Q-Fieber wird durch das Bakterium Coxiella burnetii verursacht und kommt in Europa vor. Wiederkäuer wie Rinder, Schafe und Ziegen sind die wichtigsten Überträger auf den Menschen. Bei Tieren verläuft die Infektion meist unbemerkt, kann aber besonders bei Schafen und Ziegen zu Fehlgeburten und lebensschwachen Jungtieren führen. Der Erreger wird vor allem über Geburtsmaterial, aber auch über Milch, Urin und Kot ausgeschieden. Er bleibt lange in der Umwelt infektiös und kann über verunreinigten Staub und Aerosole eingeatmet werden. Die Inkubationszeit beim Menschen beträgt 2 bis 4 (bis 5) Wochen, abhängig von der infektiösen Dosis.
Symptome: Etwa die Hälfte der menschlichen Infektionen verlaufen inapparent oder in Form einer leichten Grippe und heilen spontan aus. Akute Erkrankungen zeigen hohes Fieber, Glieder- und Kopfschmerzen, schweres Krankheitsgefühl sowie respiratorische Symptome bis zur interstitiellen Pneumonie. Chronische Formen sind möglich. Als Komplikation treten Endokarditis oder granulomatöse Hepatitis, selten auch Osteomyelitis, auf. Besonders betroffen von schweren Erkrankungen sind Patienten mit Herzklappen-Anomalien oder Schwangere im ersten Trimenon.
Klimawandel und Veränderungen der Umwelt können das Vorkommen von Zecken beeinflussen. Zecken können C. burnetii aufnehmen und ausscheiden, ihre genaue Bedeutung für die Verbreitung des Q-Fiebers ist jedoch noch nicht vollständig geklärt.

 

Kontakt vermeiden; Hygiene