Vogelgrippe

Impfpräventabel: Nein

Die Vogelgrippe oder Geflügelpest ist eine für Geflügel und andere Vögel hochgradig ansteckende Erkrankung, die in Tierbeständen schnell epidemische Ausmaße annehmen kann. Zoonotische Erkrankungen können nur Influenza A-Viren hervorrufen. Reservoir aller bei Vögeln vorkommenden Influenza A-Vieren sind wildlebende Wasservögel. Bei Infektionen von Hühnervögel mit Viren der Subtypen H5 und H7 können diese zu hochpathogenen Varianten mutieren. Diese hoch pathogene aviäre Influenzaviren (HPAIV) sind die Erreger der Klassischen Geflügelpest. Seit 2003 gibt es in weiten Teilen Südostasiens und in Ägypten endemische Infektionen mit dem HPAIV des Subtyps A(H5N1), die eine sehr hohe Letalität im Geflügel bedingt und durch Einschleppung in Europa und auch in Deutschland nachgewiesen wurde. Die Mehrzahl menschlicher Infektionen mit aviären Influenzaviren sind auf HPAI A(H5N1) -Viren (Südostasien und Ägypten) oder auf die niedrigpathogene A(H7N9) -Viren (China) zurückzuführen. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch wurde bisher nur in Einzelfällen berichtet. Als Infektionsquelle kommen infizierte Tiere selbst, aber auch rohe oder unzureichend gekochte Produkte wie Eier und Geflügelfleisch in Frage.
Infektionsrisiko mit aviärer Influenza besteht zurzeit bei Aufenthalten in China, Indonesien und Ägypten, besonders beim Besuch von Geflügelmärkten.
Erstes Symptom einer Infektion ist Fieber (Inkubationszeit von 1 - 5 Tagen) begleitet oder gefolgt von Husten, Atemnot oder auch Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Humane Erkrankungen gehen meist mit Beteiligung der unteren Atemwege einher mit einer Letalität von 20 – 60 %, abhängig von aviärem Virussubtyp.

Impfstoffe gegen Influenza A(H5N1) sind in Deutschland zugelassen (z. B. für beruflich exponiertes Personal). Eine Empfehlung der STIKO für eine Monovalente Influenzaimpfung gegen eine zoonotische Infektion gibt es nicht.

Kontakt zu Geflügel meiden