Ebola-Fieber

Impfpräventabel: Nein

Das Ebolafieber ist ein durch Ebolaviren ausgelöstes hämorrhagisches Fieber, bei dem Blutungen (Hämorrhagien) im Innern des Körpers und nach außen auftreten können. Virale Hämorrhagische Fieber (VHF) gehören zu den schwersten Infektionskrankheiten.
Die Gattung Ebolavirus gehört zur Familie der Filoviren (Filoviridae) und wird in sechs Arten unterteilt: Zaire, Sudan, Taï Forest, Bundibugyo, Reston und Bombali. Die beiden letzten Ebolaarten sind für Menschen i. d. R. nicht gefährlich. Bislang tritt das Ebolafieber nur in Afrika, südlich der Sahara auf. Erste Fälle wurden 1976 im Südsudan und in Zaire (heute Kongo) beschrieben. Seitdem ist Ebola in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo), im Kongo, in Gabun, an der Elfenbeinküste, in Uganda, im Sudan und in Guinea ausgebrochen. 2014/2015 gab es einen großen Ausbruch in Guinea, Sierra Leone und Liberia, dem mehr als 10.000 Menschen zum Opfer fielen.
Die Inkubationszeit kann zwischen 2 bis 21 Tage betragen. Nach der Ansteckung treten zunächst unspezifische Symptome wie bei einem grippalen Infekt auf: Fieber, Kopfschmerz, Muskelschmerz, Bindehautentzündung, Halsentzündung oder Übelkeit. Ab dem fünften Krankheitstag kann es zu Blutergüssen der Haut und zu Blutungen in inneren Organen oder aus Magen und Darm kommen. Der Patient ist jetzt schwerkrank; lebenswichtige Organe können versagen. Oft endet die Krankheit tödlich, die Sterblichkeitsrate liegt zwischen 30 bis 90 %.
Ebola-Viren sind von Mensch zu Mensch übertragbar, vor allem durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten (Blut, Speichel, Erbrochenes, Schweiß, Exkremente) von Kranken, die bereits Fieber haben. Sperma bleibt auch nach überstandener Erkrankung noch mehrere Wochen infektiös. Eine Übertragung z.B. durch Anhusten (Tröpfcheninfektion) konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Meist lassen sich die Epidemien eindämmen, weil die Virusübertragung nur bei sehr engem Kontakt mit Kranken passiert.
Es ist möglich, dass Wildtiere das natürliche Reservoir für die Viren bilden: Infektionen mit Ebolaviren fanden sich bei Schimpansen, Gorillas, Affen und, Waldantilopen, Flughunde und Fledermäusen.
Gegen Ebola-Viren gibt es keine spezifische Therapie. Den Kranken hilft gute Pflege; die Pflegenden müssen sich aber entsprechend schützen. Bei Komplikationen ist eine Intensivbehandlung erforderlich. Seit kurzem gibt es einen Impfstoff, der z. Z. beim Ebola-Ausbruch im Norden der Dem. Rep. Kongo zum Einsatz kommt.

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